Ein Hauch von Tradition – das beste Muas gibt’s auf der Alm
Nach einem Tag in der frischen Bergluft schmeckt ein traditionelles Gericht doppelt so gut – besonders, wenn es wie früher auf der Alm zubereitet wird. Auf die Bitte um das Rezept für ein echtes „Muas“, ein Gericht, mit dem unsere Chefin von klein auf vertraut ist, antwortete sie schmunzelnd:
„Das Rezept teile ich gern – aber ich muss es erst noch einmal kochen, damit ich die Zutaten abwiegen kann. Normalerweise mach ich das nach Gefühl: eine Handvoll von dem, eine Handvoll von dem.“
Zutaten:
500 g Mehl glatt
Salz
Ca. 3/8 l kochendes Wasser
200 g Butter
Zubereitung:
Das Mehl salzen, mit kochendem Wasser übergießen (die Wassermenge soll möglichst auf einmal passen, nicht zu viel rühren) und leicht vermengen, sodass der Teig noch recht krümmelig und eher fest ist.
In der Pfanne reichlich Butter zergehen lassen und den Teig hineindrücken. Ist die Teigschichte auf der Unterseite gut geröstet, dreht man sie partienweise um und röstet unter ständigem Stopfen und Wenden mit dem „Muaser“ die Masse gut ab.
Ist das Muas kleinkrümelig und gar, so kann man Verschiedenes dazugeben:
Moosbee( Heidelbeeren ) - „Moosbömuas“ - kurz dazugeben, dass sie warm werden.
Würfelig oder dünn blättrig geschnittene Äpfel - „Äpfömuas“ - kurz mitdünsten.
Granggn ( Preiselbeeren) – „Granggnmuas“ – die Granggn mit Zucker kurz erwärmen und auf dem Teller über das fertige Muas geben.
Das fertige „Muas“ mit Zucker bestreuen und in der Pfanne servieren.
Je nach Saison kann es auch "sauer" zubereitet werden mit Pfifferlingen oder frischen Kräutern.
Moizeit !