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Sonnberghof Blog
Almsommer im Salzburger Land

Bald ist es wieder so weit – unsere Pinzgauer Mädels dürfen auf die Alm

Almen – wo Natur, Tradition und Landwirtschaft zusammenkommen


Schon im Mittelalter wurden die Almen in den Alpen bewirtschaftet, um den Tieren im Sommer ausreichend Weidefläche zu bieten. Was früher vor allem ein Platz für Mastvieh und Jungtiere war, wurde später zum Zentrum der Milchverarbeitung. Auf den sogenannten Sennalmen entstanden Butter und Käse – frisch, regional und mit viel Handarbeit.

Heute sind Almen viel mehr als nur Weideflächen: Sie prägen das Landschaftsbild der Alpen und sorgen dafür, dass die Wiesen offen und artenreich bleiben. Ohne Beweidung würden viele dieser Flächen langsam zuwachsen. Und wusstet ihr, dass rund die Hälfte aller Skipisten und Aufstiegstrassen über Almen führt? Auch für viele Pflanzen und Tiere sind sie ein wertvoller Lebensraum.

Almsommer in den Kitzbühler Alpen

Der Almauftrieb – ein Stück gelebte Tradition
Jedes Jahr im Frühsommer ist es soweit: Unsere Rinder machen sich auf den Weg in die Berge. Dieses Jahr sind es 33 unserer „Pinzgauer Mädels“, die den Sommer auf der Alm verbringen dürfen – umgeben von Ruhe, frischer Luft und saftigem Grün.

Dabei halten wir uns an eine alte Bauernregel: Niemals an einem Dienstag oder Donnerstag auf die Alm treiben! Warum? Diese Tage heißen im Volksmund „Knödeltage“ – und laut Überlieferung bringt das Unglück. Tiere, die an diesen Tagen aufgetrieben werden, landen der Sage nach schneller im Kochtopf. Natürlich glauben wir das mit einem Augenzwinkern – aber ein bisschen Aberglaube gehört zur Tradition eben dazu.

Gut zu wissen: So verhalten Sie sich richtig auf der Alm
Damit Mensch und Tier gut miteinander auskommen und die Alm ein Ort der Erholung für alle bleibt, bitten wir euch um ein paar einfache Verhaltensregeln:

 

  • Weidetiere nicht füttern, streicheln oder erschrecken – bitte Abstand halten.
  • Hunde immer an der kurzen Leine führen – und im Notfall lieber ableinen.
  • Mutterkühe und Hunde vertragen sich oft nicht – also Begegnungen vermeiden.
  • Auf markierten Wegen bleiben und Weiden zügig durchqueren.
  • Ruhig bleiben, den Tieren Platz lassen – und nie den Rücken kehren.
  • Zäune und Tore so hinterlassen, wie ihr sie vorgefunden habt.
  • Keine laute Musik oder lautes Rufen – die Alm lebt von ihrer Stille.
  • Müll wieder mitnehmen – denn hier oben gibt’s keine Müllabfuhr.
  • Und das Wichtigste: Respekt gegenüber Mensch, Tier und Natur.

Ein Hauch von Tradition – das beste Muas gibt’s auf der Alm

Nach einem Tag in der frischen Bergluft schmeckt ein traditionelles Gericht doppelt so gut – besonders, wenn es wie früher auf der Alm zubereitet wird. Auf die Bitte um das Rezept für ein echtes „Muas“, ein Gericht, mit dem unsere Chefin von klein auf vertraut ist, antwortete sie schmunzelnd:
„Das Rezept teile ich gern – aber ich muss es erst noch einmal kochen, damit ich die Zutaten abwiegen kann. Normalerweise mach ich das nach Gefühl: eine Handvoll von dem, eine Handvoll von dem.“

 

Zutaten:

500 g  Mehl glatt

Salz

Ca. 3/8 l kochendes Wasser

200 g Butter

Zubereitung:

Das Mehl salzen, mit kochendem Wasser übergießen (die Wassermenge soll möglichst auf einmal passen, nicht zu viel rühren) und leicht vermengen, sodass der Teig noch recht krümmelig und eher fest ist.


In der Pfanne reichlich Butter zergehen lassen und den Teig hineindrücken. Ist die Teigschichte auf der Unterseite gut geröstet, dreht man sie partienweise um und röstet unter ständigem Stopfen und Wenden mit dem „Muaser“ die Masse gut ab.

Ist das Muas kleinkrümelig und gar, so kann man Verschiedenes dazugeben:

Moosbee( Heidelbeeren )  - „Moosbömuas“ - kurz dazugeben, dass sie warm werden.

Würfelig oder dünn blättrig geschnittene Äpfel  - „Äpfömuas“ - kurz mitdünsten.

Granggn ( Preiselbeeren) – „Granggnmuas“ – die Granggn mit Zucker kurz erwärmen und auf dem Teller über das fertige Muas geben.

Das fertige „Muas“ mit Zucker bestreuen und in der Pfanne servieren.

Je nach Saison kann es auch "sauer" zubereitet werden mit Pfifferlingen oder frischen Kräutern. 

Moizeit !