schließen

Seitenübersicht: Detail

Gelangen Sie schnell und unkompliziert zu Ihrem gewünschtem Thema.

Sonnberghof Blog
Heidelbeeren, Blaubeeren, Moosbeeren – kleine Wunder in den Alpen

Wir starten in die „Moosbeer-Zeit“, wie wir sie hier im Salzburger Land nennen. Mit Wanderschuhen an den Füßen, einem kleinen Gefäß zum Einsammeln im Gepäck, Jause im Rucksack und vielleicht sogar einem „Riffel“ – dem traditionellen Beerenpflücker – machen sich Groß und Klein auf den Weg in die umliegenden Almen. Geduldig und mit geschultem Blick wird gesucht, gepflückt und genascht. Die besten Plätze kennen oft nur die Einheimischen – manchmal genügt ein stilles Eck im Tal, um dem alljährlichen „Moosbeerwahn“ gerecht zu werden und mit violett gefärbten Fingern und einem Lächeln im Gesicht heimzukehren.

Die kleinen, dunklen Beeren, die auf niedrigen Sträuchern in lichten Wäldern, auf Moorböden oder an Almhängen wachsen, sind weit mehr als eine sommerliche Kindheitserinnerung. Ein blau verschmierter Heidelbeermund gehört für viele fest zur Ferienzeit – ein süßer Beweis für echte Naturverbundenheit. Ob als Waldheidelbeere, Moosbeere, Schwarzbeere oder Blaubeere bekannt – sie sind echte Naturwunder. Wild wachsende Beeren sind meist nur erbsengroß, doch voller intensiven Aromas und dunkler Farbkraft, die durch die Anthocyane entsteht – jene pflanzlichen Farbstoffe, die Früchte tiefblau bis violett färben und starke antioxidative Wirkung entfalten.

In unseren Alpenregionen wachsen wilde Heidelbeeren bis in Höhenlagen von rund 2.300 Metern – und gelten besonders dort als nährstoffreiche Vitamin-C-Bomben. Dazu liefern sie Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor – wichtig für den Stoffwechsel, die Nerven und den Muskelaufbau. In unseren Breiten zählen Heidelbeeren zu den Heidekrautgewächsen – und die aus dem Gebirge schmecken, wie so oft, einfach am besten.

Moosbeerpflücken –

wie Kindheit, Sommer

und Urlaub zugleich.

Geheimrezept: Oberpinzgauer Moosbeernudeln wie damals

Wenn der Duft von gebratenen Moosbeeren durch die Küche zieht, fühlt man sich sofort in Kindheitstage zurückversetzt. Diese einfache, bäuerliche Spezialität ist bis heute ein echter Geheimtipp – und mit frischen, selbstgepflückten Beeren ein ganz besonderer Genuss.

Zutaten:

  • 500 g frische Moosbeeren (Heidelbeeren)
  • 3 EL Dinkelmehl (alternativ Weizenmehl)
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • etwas kalte Milch
  • Butter zum Braten
  • Zucker zum Bestreuen

Zubereitung:
Die gewaschenen Moosbeeren vorsichtig mit dem Mehl vermengen, sodass die Beeren rundum leicht umhüllt sind – das sorgt später für eine schöne Bindung. Salz, Ei und einen Schuss kalte Milch dazugeben und alles locker verrühren. Der Teig sollte sämig, aber nicht zu flüssig sein.

Zum Braten eignet sich besonders gut eine gusseiserne Pfanne. In heißer Butter werden kleine Portionen des Teigs mit einem Löffel hineingegeben, leicht angedrückt und beidseitig goldbraun ausgebacken. Danach großzügig mit Zucker bestreuen – fertig sind die Moosbeernudeln!

Unser Tipp:

Traditionell trinken wir am Gut Sonnberghof die Moosbeernudeln mit einem Glas frischer Bio-Milch unserer Pinzgauer Kühe.

Und falls nach dem Naschen Hände und Lippen violett schimmern – was fast dazugehört – hilft ein Spritzer frisch gepresster Zitronensaft, um die Spuren des Moosbeer-Genusses ganz natürlich zu beseitigen.