schließen

Seitenübersicht: Detail

Gelangen Sie schnell und unkompliziert zu Ihrem gewünschtem Thema.

Sonnberghof Blog
Kräuterwissen vom Sonnberghof – Unsere Anwendungen

Im Herbst beginnt am Sonnenberghof die Zeit der Wurzeln. Unsere Chefin Christine Riedlsberger verrät ihr Kräuterwissen und zeigt, welche Kräfte in Meerrettich, Engelwurz, Löwenzahn & Co. stecken.

Die Kraft der Wurzeln

Im Herbst richtet sich unser Blick im Sonnenberghof auf das Verborgene – auf die Wurzeln der Pflanzen. Während im Frühling die ganze Kraft in Blätter, Blüten und Samen strömt, zieht sie sich nach 15. August langsam wieder ins Innere zurück. Im September und Oktober ist daher die ideale Zeit, um Wurzeln zu ernten – dann sind sie voller Energie und heilkräftiger Wirkstoffe.

Nach der Ernte werden die Wurzeln sorgfältig gewaschen, geschnitten und entweder getrocknet oder zu einer Tinktur angesetzt. Dabei füllt man ein Glas zu einem Drittel mit den geschnittenen Wurzeln und gießt zwei Drittel Alkohol darüber. Dieses Gemisch darf dann mindestens 30 Tage – also einen ganzen Mondzyklus – ziehen, damit sich alle kostbaren, alkohollöslichen Wirkstoffe lösen können.

Wurzeln erinnern uns:
Das Wichtigste wächst im Stillen.

So entstehen wertvolle Helfer für den Winter: 
 

  • Meerrettichwurzel wirkt antiviral, antiseptisch und antifungizid. In Tropfenform unterstützt sie das Immunsystem, wirkt schleimlösend und hilft gegen Husten.
  • Engelwurz (Angelika) ist bekannt für ihre verdauungsfördernde Kraft. Durch ihre Bitterstoffe regt sie die Verdauungssäfte an, unterstützt die Leber und wird oft in Tinkturen und Kräuterschnäpsen verwendet.
  • Kardenwurzel gilt als starkes Mittel gegen bakterielle Belastungen, insbesondere Borreliose.
  • Nelkenwurzel überrascht mit ihrem charakteristischen Duft – fast wie beim Zahnarzt. Sie enthält viele Bitter- und Gerbstoffe, wirkt schmerzlindernd und kann sogar bei Zahnschmerzen helfen.
  • Löwenzahnwurzel ist reich an Bitterstoffen, reinigt die Leber und eignet sich hervorragend für eine Frühlings- oder Herbstkur.
  • Baldrianwurzel beruhigt die Nerven und fördert erholsamen Schlaf – ob als Tee oder als Tinktur, auch wenn ihr Geschmack sehr bitter ist.

All diese Schätze zeigen, wie viel Heilkraft im Verborgenen liegt. Für unsere Chefin Christine Riedlsberger sind Wurzeln ein Sinnbild dafür, dass das Wesentliche oft unter der Oberfläche zu finden ist – und dass die Natur uns für jede Jahreszeit das Richtige schenkt.

Neugierig geworden, welche Schätze sich in der Natur verbergen – und was uns im Frühling erwartet? 

 

Dann entdecken Sie unser besonderes Kräuter-Retreat vom 17. bis 24. Mai 2026: eine Woche voller Wissen, Anwendungen, Workshops und Genuss rund um die Welt der Kräuter. Genießen Sie 7 Nächte mit ¾-Genuss, lassen Sie sich inspirieren und nehmen Sie wertvolles Wissen – und kleine Schätze für zu Hause – mit.

 

zur Kräuterwoche 2026