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Sonnberghof Blog
Weihnachtsbräuche im Salzburger Land

Bald liegt wieder dieser besondere Zauber in der Luft – wenn im Salzburger Land die weihnachtlichen Lichter erstrahlen, Tannenduft durch die Täler zieht und alte Weihnachtsbräuche zum Leben erwachen.

Adventkranzbinden - der Beginn der stillen Zeit

Wenn Ende November der erste Schnee fällt und die Stuben nach frischem Reisig duften, beginnt im Salzburger Land die „staade Zeit“. Ein liebevoll gebundener Adventkranz darf dabei in keinem Haus fehlen. Aus Tannenzweigen, Kerzen und kleinen Naturmaterialien entsteht ein duftendes Symbol der Vorfreude. Jeden Adventsonntag wird eine weitere Kerze entzündet – bis schließlich das warme Licht aller vier Flammen die Dunkelheit vertreibt und Weihnachten zum Greifen nah scheint. In vielen Dörfern wird das alte Handwerk des Adventkranzbindens in kleinen Werkstätten und auf Adventmärkten weitergegeben – ein stiller Moment, um innezuhalten und die Schönheit des Einfachen zu spüren.

Der Krampuslauf – wenn das Dunkle durch die Nächte zieht

Bis zum 6. Dezember ziehen im Salzburger Land wieder furchterregende Gestalten durch die Dörfer. Die Krampusse, in Felle gehüllt und mit geschnitzten Holzmasken samt echten Hörnern versehen, begleiten den Heiligen Nikolaus von Haus zu Haus. In lauten „Passen“ ziehen sie durch die Straßen, rasseln mit Ketten und lassen ihre Glocken erklingen – ein Schauspiel, das zugleich schaurig und faszinierend ist. Die kunstvoll gefertigten Masken stammen meist aus heimischen Werkstätten, wo Schnitzer ihr Handwerk seit Generationen pflegen. Was einst verboten war, ist heute wieder fester Bestandteil des Advents im Salzburger Land – ein lebendiges Stück alpenländischer Tradition.

© Salzburger Land Tourismus
© Salzburger Land Tourismus

Die Anklöckler – wenn Klopfen Segen bringt

Wenn der Lärm der Krampusse verklungen ist und Ruhe in die Täler einkehrt, beginnt eine ganz besondere Zeit im Salzburger Land. Dann ziehen wieder die Anklöckler, im Dialekt liebevoll „Uklöckler“ genannt, von Haus zu Haus. Mit Laternen in der Hand und Liedern auf den Lippen verkünden sie die frohe Botschaft der Herbergssuche.

Begleitet von Gesang und Gedichten klopfen sie an die Türen, bitten um Einlass und bringen Segen in die Häuser. Ihr Erscheinen erinnert an die Ursprünge des Weihnachtsfestes – an Gemeinschaft, Wärme und Nächstenliebe. Wer die Uklöckler willkommen heißt oder mit einer kleinen Gabe wie Kletzenbrot beschenkt, darf sich der Überlieferung nach auf ein glückliches neues Jahr freuen.

Ein alter Brauch, der wie ein leises Lied durch die Zeit klingt – und den Zauber der Weihnacht im Salzburger Land bewahrt.

Räuchern und die geheimnisvollen Raunächte

Wenn das alte Jahr sich dem Ende neigt und die Nächte besonders lang werden, beginnt im Salzburger Land die Zeit des Räucherns – eine der ältesten und geheimnisvollsten Traditionen der Alpen. Schon unsere Vorfahren wussten um die reinigende und schützende Kraft des Rauchs aus Harzen, Kräutern und Hölzern.

Die Raunächte, auch als Zwölf Nächte oder Zwölften bekannt, bilden eine Brücke zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Ihr Beginn fällt rund um die Wintersonnenwende – jenen Moment, an dem das Licht zurückkehrt. Es heißt, in diesen Nächten seien die Grenzen zwischen der irdischen und der geistigen Welt durchlässiger, weshalb sie seit Jahrhunderten als Zeit für Rituale, Dankbarkeit und Neubeginn gelten.

Auch wir am Sonnberghof halten diese Tradition lebendig: Mit einer glühenden Pfanne ziehen wir durch Haus und Hof und „gehen rachn“, wie man es bei uns im Dialekt nennt. Der aufsteigende Rauch reinigt die Räume, schenkt Schutz und Segen – und erinnert uns daran, Altes loszulassen und dem Neuen mit Zuversicht zu begegnen.

Wer die Magie der Raunächte in den Alpen ganz bewusst

erleben möchte, hat heuer Glück: 



Zur Wintersonnenwende laden wir zu einem besonderen Rückzugsort ein – unserem Raunachts-Retreat am Gut Sonnberghof mit Lois und Manuela, zwei erfahrenen Yoga-Lehrern. Eine Auszeit voller Stille, Achtsamkeit und innerer Einkehr, begleitet von Yoga, Klang und der wohltuenden Ruhe der winterlichen Natur.

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